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Gabelkopf

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Gabelkopf in einer Querruderanlenkung

Ein Gabelkopf ist ein justierbares Verbindungselement zur beweglichen Verbindung einer Schubstange mit einem Ruderhorn.


Gabelkopf in einer Anordnung, in der ein Freiheitsgrad nicht ausreicht. Ein weiterer Kugelkopf wäre hier besser geeignet

Der Gabelkopf ist um seine Achse drehbar, kann also Bewegungen (Ruderhorn oder Servohorn) in dieser Richtung ausgleichen. Nebenstehend ist ein Beispiel für eine nicht gelungene Anwendung eines Gabelhorns gezeigt: Die Achsen von Ruder und Servohorn laufen in unterschiedliche Richtung, weshalb am Gestänge eine Auf-ab-bewegung stattfindet, die aber vom Gabelkopf nicht bewältigt werden kann. Diese Bewegung muss daher von der Elastizität des Gestänges, des Gabelkopfes oder des Servohorns aufgenommen werden. Ein Kugelkopf wäre hier besser geeignet.


Aussparung am Gabelkopf, um eine Bewegung über die Servoachse zuzulassen

Wird ein Gabelkopf am Servohorn weit innen eingehängt oder liegt eine extreme Einbausituation vor wie bei einer Überkreuzanlenkung, kann es zu Überschneidungen des Gabelkopfes mit dem Aufbau des Servohorns um seine Achse kommen. In diesem Fall schlägt der Gabelkopf an der Nabe des Servohebels an und wird seitlich ausgelenkt. Abhilfe schafft hier, den Gabelkopf auf der dem Servo zugewandten Seite auszusparen.



GFK-Bowdenzug-Innenteil in einen Gabelkopf eingeklebt

Die Schubstange ist eine Gewindestange oder ein Stahldraht mit aufgeschnittenem Gewinde. Die Justierung der Gestängelänge erfolgt durch Verdrehen des Gabelkopfs auf dem Gewinde.

Üblich sind im Modellbaubereich Gabelköpfe mit M2-Gewinde für 2mm-Schubstangen, bei großen Modellen auch M2,5 oder gar M3.


Es kann aus verschiedenen Gründen manchmal sinnvoll sein, die Schubstange oder den Bowdenzug zumindest einseitig ohne Justiermöglichkeit im Gabelkopf zu befestigen. Bei Verbindungen Metall zu Metall bietet sich Löten an, es kann aber auch geklebt werden (gutes Entfetten und Anrauhen ist hier oberste Pflicht).



Leider gibt es im Falle von Metall-Gabelköpfen auch gerne mal solche mit kleinem Fabrikationsfehler (siehe Bild unten). Der gezeigte Kragen führt dazu, dass sich bei Verwendung von Ruderhörnern aus nicht flexiblem Material (z.B. GFK) der Stift nicht in ein exakt zum normalen Stiftdurchmesser passendes Loch hineinschieben lässt. Bei Servohebeln aus Kunststoff macht dies weniger Probleme. Hier lässt sich der Stift oft mit ein wenig Kraftaufwand durchdrücken und sitzt hinterher meist trotzdem spielfrei.



Weblinks: