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Trennebene

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Trennebene1.jpg

Als Trennebene bezeichnet man die Fläche, die beim Abformen eines Urmodells die Trennung der Formhälften verwirklicht. Dazu wird ein Urmodell in diese "Ebene" eingelassen, die üblicherweise aus beschichtetem Holz (gute Oberfläche) besteht. Dazu sägt man mit geringem Überstand die projizierte Kontur des Urmodells aus dem Holz aus, legt dieses in der gewünschten Tiefe in den Ausschnitt und verfüllt den entstandenen Spalt auf. Dabei sollte man sehr darauf achten, dass die Kante dann gerade und "scharf" ist.

Dazu können unterschiedliche Verfahren angewandt werde, hier eine Auswahl:

  1. Verfüllen mit Plastillin (Knete), was sehr schnell geht, man aber leicht Abdrücke in der Knete bekommt. Ähnlich der Knete ist Styling Clay (zu beziehen bei R&G), wobei man hier mit einer erwärmten Masse arbeitet, die nach dem Abkühlen härter ist als normales Plastillin.
  1. Ausgießen mit Kerzenwachs. Anschließendes "Abstechen" (Stechbeitel) des Überschusses, um eine plane Oberfläche zu erhalten.
  1. Spachteln mit Polyesterspachtel. Dazu wird der Spalt mit bereits eingewachstem Urmodell verspachtelt. Danach wird das Urmodell vorsichtig wieder heraus genommen und der Spachtel Plan zur Trennebene geschliffen, wonach das Urmodell wieder in die Ebene eingelassen wird. Bei diesem Verfahren stellten sich teilweise Trennprobleme mit dem Spachtel am Urmodell heraus.
  1. Auffüllen des Spaltes mit Formen- oder gefülltem Epoxydharz, weitere Behandlung wie bei der Spachtelmethode, allerdings sind die Trenneigenschaften weniger kritisch.

Wenn der Spalt verschlossen ist wird die Trennebene eingewachst, um sie später von der Form lösen zu können. In der Trennebene werden meist noch Passstifte und Vorbereitungen zum Verschrauben eingelassen. Des weiteren kann man auch noch die sogenannte Harzrinne oder offene Endleisten realisieren.

Wenn die Form fertig ist (die anfängliche hölzerne Trennebene wird zum Abformen der zweiten Seite entfernt, die bestehende erste Formenhälfte bildet nun selbst die Trennebene) nennt man die Trennfläche ebenfalls Trennebene. Teilweise werden komplizierte Urmodelle auch mit mehreren Trennebenen abgeformt, was es (zum Beispiel im Leitwerksbereich eines V-Leitwerksrumpfes) deutlich erleichtert, die Modelle zu entformen bzw. weitere Bauweisen zu verwirklichen.