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Streckung

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Moderne Hochleistungssegelflugzeuge (Hier ein Nimbus 4DM): Streckung satt.

Das Verhältnis zwischen Spannweite b und mittlerer Flügeltiefe t eines Flügels nennt man Streckung (Formelzeichen \Lambda\!\, (Lambda)). Berechnet man aus der Gesamtfläche F die mittlere Flügeltiefe als t = F / b\!\, so ergibt sich für die Streckung:

\Lambda\!\ = b^2 / F

Die Streckung ist also ein Maß für die Schlankheit einer Tragfläche. Sie beeinflusst den induzierten Widerstand eines Tragflügels wesentlich und ist somit ein wichtiger Entwurfsparameter beim Auslegen eines Flugmodells.

Damit es nicht langweilig wird, und wir einfach mit höchsten Streckungen beste Leistungen erhalten, hat die Re-Zahl gegenläufige Auswirkungen: Hohe Streckung bedeutet kleine Flügeltiefe und damit kleine Re-Zahl, die Leistungsdaten der Profile werden ab einem bestimmten Punkt rapide schlechter. Hohe Streckung führt außerdem zu hoher Flächenbelastung und geringer Holmhöhe und damit zu Festigkeitsproblemen, die zuerst einmal gelöst sein wollen.

Nicht zuletzt sieht hohe Streckung an einem Flügel aber auch einfach gut aus. Finden jedenfalls die meisten Seglerpiloten.

Ein kaum beachteter Umstand ist, dass das positive Flügelmoment eines Brett-Nurflügels sich bei erhöhter Streckung verringert - auch wenn unverändert das selbe Profil verwendet wird.