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Seitengleitflug

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Slip.gif

Der Seitengleitflug oder Slip (von Engl. to slip, 'rutschen') ist eine Flugfigur, mit der der Widerstand eines Flugzeugs stark erhöht und damit der Anflug bei der Landung steiler gemacht werden kann. Vor Einführung von Störklappen war er das Mittel der Wahl um den Landeanflug eines Segelflugzeugs zu steuern. Noch heute kann es nicht schaden, ihn zu beherrschen, wenn man mal schnell absteigen muss, weil man sich beim Landeanflug verschätzt hat.

Geflogen wird er durch überkreuzen der Ruder: Querruder links zusammen mit Seitenruder rechts (für Slip links) oder umgekehrt. Das Flugzeug folgt mit der Nase dem Seitenruderbefehl, lässt den anderen Flügel hängen und schiebt stark in Richtung des hängenden Flügels. Durch das seitliche Anblasen des Rumpfs erhöht sich der Widerstand stark und der Anflug wird steiler. Der Anflug erfolgt weiterhin auf einer Geraden.

Während des Seitengleitflugs wird die Nase leicht nach oben genommen; Beim Ausleiten ist es entsprechend notwendig, die Nase deutlich nach unten zu nehmen.

Einen weiteren Grund den Landeanflug im Slip zu fliegen haben unsere großen Brüder im Motorflugzeug. Da in Landekonfiguration die Sicht über die Haube oft bescheiden ist, ermöglicht der Slip einen seitlichen Blick in Anflugrichtung auf die Piste.