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Sandwichbauweise

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Allgemein bezeichnet Sandwichbauweise den folgenden Aufbau: Zwei hochfeste (in der Regel auch schwere, teure) Schichten werden durch eine leichte, weniger feste, oft auch kostengünstigere Schicht auf Abstand gehalten. So erhält man nach dem flächig angewendeten Prinzip des Doppel-T-Trägers ein Bauteil, das mit minimalem Materialeinsatz optimale Festigkeit und Steifigkeit erreicht.

Inhaltsverzeichnis

Styro-Furnier-Bauweise

Für Tragflächen. Hier wird ein auf Profil geschnittener Kern aus Styropor oder anderem Hartschaum mit einer Furnierschicht aus Abachi- oder Balsa beplankt. Bei kleinen Streckungen reicht diese Bauweise für ausreichende Festigkeit.

Bei grossen Streckungen werden je nach Bedarf weitere Verstärkungslagen aus Glasgewebe, Kohlegewebe (teils auch nur als Bänder im Sinn eines Holmgurtes), Holmgurten aus Kiefernholz, Polystal oder anderen hochfesten Werkstoffen eingebaut. Auch ein Holmsteg kann sinnvoll sein.

Positivbauweise

Auch bekannt als Bagged Wing. Der Profilkern besteht aus dichtem, feinporigem Hartschaum, z.B. Roofmate. Die Beplankung aus GFK, AFK oder CFK wird im Vakuumsack gepresst. Eine zusätzlich aufgelegte, steife Folie, die sich nicht mit der Beplankung verbindet, sorgt für eine glatte Oberfläche. Auch hier können weitere Verstärkungen eingelegt werden. Ein Beispiel für die Vorgehensweise beim Positivbau wird hier anhand eines Leitwerks beschrieben.

Sandwich-Schalenbauweise

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Sandwich3.jpg

Ein speziellenr Aufbau von Schalenflügeln, bei dem zwei (mehrlagige) Laminate aus Gewebe und Epoxydharz einen "Kern" aus leichtem Material umschließen. Als Kernmaterial wird meist Balsaholz oder Herex verwendet. Funktional erreicht man damit, dass die zwei relativ dünne Schichten GFK/CfK auf Distanz gehalten werden, somit biegesteif und damit resistenter gegen Beulen werden. Außerdem erreicht man durch die auf Abstand gebrachten (diagonal) laminierten Gewebe eine besonders gute Kraftaufnahme sowie Torsionssteifigkeit. Im Bereich der Holme und Ruderscharniere wird das Kernmaterial (sog. Stützstoff) weggelassen, denn dort ist er nur hinderlich bzw. nicht optimal für die Statik (Torsion kann am besten aufgenommen werden, wenn eine Schale in sich geschlossen ist). Der Stützstoff wird so dimensioniert dass er nicht genau an der Nasen- oder Endleiste liegt. Dies würde das Arbeiten an der Form stören und beim Verkleben der beiden Hälften unnötig aufdicken. Allerdings gibt es dabei auch leichte Abwandlungen, sodass die geschlossene Schale trotzdem erreicht wird.

Ein reich bebildeter Bericht zum Schalenbau des Eisvogel-Flügels findet sich in diesem Magazin-Beitrag.

Das Gegenteil zur Sandwichbauweise ist die Hartschale.



Weblinks