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PPM

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6-Kanal PPM-Signal (Impulspaket)

PPM (Puls-Positions-Modulation) ist die immer noch weit verbreitete "klassische" Modulation eines Fernsteuerungs-Sendesignals zur Übertragung von Steuerfunktionen.

Funktionsprinzip

Das Signal besteht aus einem Paket von n+1 Impulsen (mit n=Kanalzahl) mit einem mittleren Abstand von 1-2 ms. Auf jedes Paket folgt eine Pause von 12 ms, die zur Synchronisation verwendet wird. Entsprechend werden etwa 50 Pakete pro Sekunde übertragen.

Der Empfänger wertet den Abstand zwischen den einzelnen Impulsen aus. Dabei kennzeichnet der Abstand zwischen Impuls 1 und 2 den ersten Kanal, der Abstand zwischen Impuls 2 und 3 den zweiten Kanal und so weiter. Der Empfänger gibt diese Abstände als PWM-Signal an die den einzelnen Kanälen zugeordneten Servos weiter.

In der Abbildung rechts befinden sich die Servos der Kanäle 2, 4, 5 und 6 in Mittelstellung, während der Servo auf Kanal 1 nach links und der auf Kanal 3 nach rechts ausschlägt.

Vorteile

PPM-Empfänger arbeiten analog (ohne Data Processing) und können daher klein, leicht und preiswert sein. Fast jeder Fernsteuersender beherrscht diese Modulationsart (mit Ausnahme der 2,4 GHz-Systeme). PPM-Sender und -Empfänger sind herstellerunabhängig untereinander kompatibel; im Gegensatz zu moderneren Modulationsverfahren wie PCM ist PPM bis zu 8 Kanälen standardisiert.

Nachteile

PPM ist störanfällig. Die korrekte Auswertung der Impulskette hängt von der richtigen Erkennung des Startimpulses ab; ist dieser gestört, erhalten alle Servos zumindest kurzzeitig das falsche Signal. Man kann dieses Verhalten an der Grenze der Reichweite beobachten: die Servos beginnen zu zittern.



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