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Gummiseil-Hochstart

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Hochstart eines 2,5m-Modells


Der Gummiseil-Hochstart ist eine Methode, ein Segelflugmodell, mittels eines in Schwerpunktnähe eingehängten Seils, auf Höhe zu ziehen. Diese Methode eignet sich besonders für kleinere Segler mit 2-3m Spannweite. Da kein Helfer benötigt wird ist diese Startart etwas für Einzelkämpfer oder Frühaufsteher.

Als Zugmittel dient in diesem Fall ein Hochstartgummi von bis zu 30m Länge und ein daran befestigtes Kunststoffseil (Nylon) von 100-150m Länge. Ferner ist ein kräftiger Zelthering oder Erdanker sowie ein Seilfallschirm und ein Hochstartring notwendig.

Entscheidend ist die richtige Position des Hochstarthakens am Modell.

  • Zu weit hinten richtet er das Modell steil auf und ein Strömungsabriss droht.
  • Zu weit vorne gewinnt das Modell wenig an Höhe und der Vorgang ähnelt mehr dem sogenannten Flitschen.


Gummihochstar schematischt.jpg

Die schematische Darstellung zeigt die einzelnen Phasen des Starts.

Beschreibung des Vorgangs:

  • Der Hochstartring wird am Modell eingehängt und das Startseil so weit wie möglich ausgezogen.

Gute Gummis erlauben eine Dehnung von 400-500 % der Ruhelänge.

  • Die Höhenruder-Trimmung steht auf neutral.
  • Der Pilot bereitet sich darauf vor, einem etwaigen Ausbrechen des Modells sofort mit Seitenruder entgegenzuwirken.
  • Der Pilot bereitet sich auch darauf vor, bei einem mißglückten Start den Vorgang sofort durch "Drücken" und (sofern möglich) Ausklinken zu beenden.

Dann beginnt der Startvorgang:

  • Das Modell wird nach einem letzten Rudercheck mit Schwung in einem flachen Winkel nach oben geworfen (siehe 1.).
  • Nach wenigen Metern Flugstrecke ist die erforderliche Sicherheitshöhe und eine ausreichend hohe Fluggeschwindigkeit erreicht. Durch dosiertes Ziehen am Knüppel wird der Anstellwinkel des Modells vergrößert und die Steigrate erhöht (siehe 2).

Gegen Ende der Steigflugphase (siehe 3.) ist der Knüppel ziemlich weit gezogen, um die Ausklinkhöhe zu maximieren.

  • Das Ende der Steigflugphase kündigt sich meist durch ein unruhiges Pendeln des Modells um die Hochachse an.

Jetzt wird das Höhenruder nachgelassen und zum Ausklinken eventuell sogar leicht nachgedrückt. Dadurch wird das Seil entlastet, und der Schirm zieht durch seinen Luftwiderstand den Ring aus dem Haken (siehe4.).

  • Das Seil fällt ab und wird durch den Schirm mit dem Wind zurückgetragen (siehe5.).

Sollte ein Start mit Seitenwindkomponente erfolgen, ist das Modell (bezogen auf die Grundlinie) immer auf der dem Wind zugewandten Seite (Luv) zu halten. Dies erfolgt durch einen Ausschlag von SR und falls vorhanden QR, und wird wie eine normale Kurve gesteuert. Je stärker die Seitenwindkomponente, desto stärker sollte gegen den Wind vorgehalten* werden, ansonsten können wir das Seil später irgendwo aus dem Gemüsebeet unserer Flugplatz-Nachbarn sammeln. Denn im Gegensatz zum Hochstart mit einer Seilwinde zieht ja niemand das Seil nach dem Ausklinken weiter ein.

  • Sollte sich das Seil nicht vom Modell lösen, gibt es nur eine Möglichkeit dieses zu retten.

Es muß versucht werden, bis zum Bodenkontakt so eng wie möglich um die Befestigungsstelle des Gummis zu kreisen.



  • der Begriff "Vorhalten" stammt aus der manntragenden Segelfliegerei und wird dort wie beschrieben gelehrt.

Das soll augenblicklich der beste Gummi sein: [1]